Vibeshift- Der Sturm
Die Welt ist aus den Fugen, Recht und Ordnung geltungslos. Vorbei sind Ruhe und Sorglosigkeit: Niemand ist mehr sicher.
Jetzt gibts ein neues Spiel: Alle gegen alle. In diesem bringen Sitte und Moral keine Einkünfte, Befehlsgewalt aber schon!
P. Thiel, graue Eminenz und Drahtzieher, will kein Spielteilnehmer sein, sondern einflussreicher Geschickeleiter: Er strebt nach der Krone: regiern, regiern! Aber Peters Konkurrent Elon X. hat andere Pläne, entführt kurzerhand den konkurrierenden Tech-Investor und Dollar-Milliardär, schießt ihn weg zum Mars. Die Rakete nun sprengt dies Vorhaben, unterbrichts, das Verschwindenmachen: stürzt ab, der bemannte Himmelskörper, mitten ins Meer! Peter ertrinkt im Plastikflaschen Ozean im Nichts? Doch, nein, da: ganz nah: eine kleine Insel aus Müll!
Hier also verläuft die Handlung: Auf dem im Wasser treibenden Eiland, treffen zwei Geflüchtete, eine Kapitänin ohne Schiff (mit welchem sie zivile Seenotrettung durchführen würde), und jetzt noch Thiel, verunglückt und beinah ertrunken, aufeinander. Kaum taucht der verhinderte Astronaut auf (sprichwörtlich!), zerschelltem Flugkörper grade so entkomm, von fischenden Flüchtlingen, die ihm eine Notunterkunft anbieten, gerettet, wird zudem eine Flaschenpost angespült, beinhaltend ein gelbschimmernd Reclam-Heft: Shakespeares Sturm. Und die Dinge nehmen ihren Lauf, weil sie müssen ja: Thiel beschwört Ariel, den Windgeist, lässt die Luxusyacht des J. D. King vor der Insel sinken.
Wahn, Dichtung und Wirklichkeit fallen übereinander her und werden zum Stoff, aus dem die Träume sind. Hoffentlich sinds keine Alpträume. Wobei: Dank Shakespeare wird doch alles gut … ?
SchauSpiel
Jana Klocke
Sanad Abdullah
Galal Al-Katheri
Marko Myrteli
Arthur Nierade
Arno Sudermann
Regie
Folke Witten-Nierade
Dramaturgie
Ralf Petersen