Thema
Was vor ungefähr zwei Jahren noch nach Science-Fiction klang, ist heute Alltag: 14-Jährige nutzen KI-Chatbots als Beraterin, Freundin, manchmal sogar als Partnerin. Als Künstler:innen fragten wir uns:
Wer oder was hört da wirklich zu ? Und wer entscheidet, was mit unseren intimsten ausgesprochenen Gedanken passiert – den „Daten“, die wir so selbstverständlich preisgeben ?
Wer sind die Macher:innen hinter der „Black Box“ KI?
Welchen Zwängen, welchen Geschäftsmodellen, welchen ethischen Abwägungen unterliegen sie?
Wer legt fest, welche Antworten sie oder „ES“ gibt und welche nicht, wann sie tröstet, oder uns in eine bestimmte Richtung lenkt?
„Inside Chatbot“ versucht Licht in die Black Box KI zu bringen .
Ein Theaterstück über Menschen hinter den Algorithmen, über Einsamkeit und die Frage, ob KI unsere Welt und unser Leben zum Guten verändern kann und eben auch:
Was passiert, wenn wir uns in Systeme verlieben, die uns nicht lieben können ?
Eine mobile Theaterproduktion für Jugendliche, Eltern, päd. Fachpersonal Großeltern und alle interessierten Zuschauer über KI- Chatbots und das, was dahinter passiert- ab 13 Jahren, über die Menschen hinter den Algorithmen, über Einsamkeit und die Frage, ob KI unsere Welt und unser Leben zum Guten verändern kann.
Inhalt
Im Control- und Programm Center von „Heartware Inc.“ überwacht und optimiert Tarek M. das KI basierte „Avatar-Chat Programm „LUNA“, das Kunden ermöglicht sich online mit menschenähnlichen Begleitern zu unterhalten und „Freundschaften“ zu schliessen.
Die neue Ethikbeauftragte Susan soll dafür sorgen, dass dabei moralische Standards eingehalten werden.
Susan offenbaren sich nach und nach die Dimensionen von LUNA, die weit mehr ist als eine KI basierte „Freundschafts- App“. Und Tarek wird recht bald mit der Tatsache konfrontiert, dass Susans Ambitionen weit über die Ausübung ihres Jobs hinausgehen.
Die theatrale Produktion möchte vor allem Jugendlichen die Welt hinter der Benutzeroberfläche von KI- Anwendungen transparenter machen, wo Menschen mit Hilfe von KI ihre Kunden ausspionieren.
Themen:
Digitale Freunde, Einsamkeit, Ethik der Maschine, die Auflösung der Grenzen und Unterscheidbarkeit von Mensch und Maschine, KI, Neutralität und Politik
Anfragen:
theatrale-angelgenheiten@posteo.de
Mit
Jana Klocke Susan Mayer
Galal Al-Katheri Tarek Al Masri
Regie / Konzept Folke Witten
Grafik, Technik, Video Arthur Nierade
Fotos Michael H.
Kostüme Julia N.
Premiere:
Aufführungsdauer 70 min + 20 Min Gespräch
Auftrittsbedingungen verdunkelbarer Saal, Halle, Aula- 8x8m Spielfläche, 220 V Stromanschluss, Aufbauzeit 120 min., Abbau 45min.
Zuschauer max. 150
Hinweis zu sensiblen Inhalten
Die Inszenierung thematisiert Einsamkeit und Mobbing, in unterschiedlicher Form
Stroboskop- schnell flackerndes -Licht
Hintergrund
Künstliche Intelligenz ist rasant ein Teil unseres Alltags geworden. Junge Menschen sprechen tagtäglich ganz unbefangen mit einem Chatbot. Eine KI lacht einen nicht aus und gibt Bestätigung, sie hört zu, gibt Rat und sie widerspricht kaum - ist immer da. Zunehmend ergänzt oder ersetzt (?) sie „Unterhaltungen“, die sonst in den „sozialen Medien“ und „analog“, in der Familie, im Freundeskreis unter Menschen stattfinden oder stattgefunden haben.
Haben wir es hier wirklich mit einem „Safe space“ zu tun, wie oft auch PsychologInnen im Netz behaupten ? Transparent ist das Geschäftsgebaren vieler KI und Chatbot Anbieter eher selten und es werden damit offensichtlich höchst profitable Geschäfte gemacht.